
Klimaschutz- und Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Landshut zu Gast in den 9. Klassen
Was tut unsere Stadt für den Klimaschutz? Und was können wir direkt vor unserer Haustür tun, um die Folgen des Klimawandels abzumildern? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen der Klassen 9b und 9d im Rahmen des Geographieunterrichts.
Wir durften Frau Kasperczyk und Frau Grameier von der Stadt Landshut bei uns im Haus begrüßen, die den Jugendlichen einen eindrucksvollen Einblick in die lokale Klimapolitik gaben. Dabei wurde schnell klar: Klimaschutz und Klimaanpassung sind keine abstrakten Ideen, die nur weit weg stattfinden – sie entscheiden sich hier, in unseren Straßen, auf unseren Plätzen und sogar direkt (von vielen unbemerkt) vor der eigenen Schultüre.
Im Fokus des Vortrags standen die zwei Säulen der kommunalen Strategie:
- Klimaschutz: Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um den Klimawandel zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen?
und
- Klimaanpassung: Mit welchen Maßnahmen können die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels bewältigt werden? Die Referentinnen erläuterten konkrete Beispiele, wie die Stadt Landshut auf die zunehmenden Hitzeperioden oder auch die Gefahr von Extremwetterereignissen reagiert.
Nach dem theoretischen Input wurde es interaktiv. In einer Gruppenarbeit befassten sich die Schülerinnen mit Problemen, die auch unsere Heimatstadt betreffen – Überschwemmungen durch Starkregen, Hitzewellen und Wassermangel, Überkonsum und Mobilität. Dabei erarbeiteten sie auf zwei Ebenen konkrete Lösungsansätze: Zum einen, welche Maßnahmen die Stadt ergreifen kann, und zum anderen, welchen Beitrag jede Bürgerin und jeder Bürger – also auch jede Einzelne selbst – leisten kann. Diskutiert wurden u. a. bauliche Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen, die Schaffung von Rückhaltebecken, mobiles Grün in der Stadt oder die Bereitstellung von Trinkwasserbrunnen, Car Sharing sowie die häufigere Nutzung des Fahrrads im Alltag (Ursulinen geht mit gutem Beispiel voran!). Hier wurde deutlich, dass Klimaanpassung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Jeder kann einen Beitrag leisten.
Die Referentinnen zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und dem Problembewusstsein der Neuntklässlerinnen. Für die Schülerinnen war die Veranstaltung ein wichtiger Impuls: Geographie ist eben nicht nur ein Fach in der Schule, sondern findet direkt vor der Schultüre statt: Spätestens, wenn die Schülerinnen nach Schulschluss die Straße und die im Mai 2024 teilentsiegelten Mittelinseln inklusiv Kräuterrasen am Bischof-Sailer-Platz überqueren.


