Cybersecurity-Workshop: Sicher unterwegs in der digitalen Welt

Schülerinnen der Klasse 8A erhalten spannende Einblicke in die Welt der Cyberkriminalität und lernen, wie sie sich im Internet schützen können.

Immer früher bewegen sich Kinder und Jugendliche selbstständig im Internet: Sie nutzen Apps wie WhatsApp & Co., scannen unbedarft QR-Codes oder verbinden sich mit öffentlichen WLAN-Netzwerken. Was im Alltag oft selbstverständlich erscheint, birgt jedoch auch Risiken. Denn hinter vielen, oftmals scheinbar kostenlosen digitalen Angeboten lauern Gefahren, die auf den ersten Blick nicht immer erkennbar sind. Um für diese Probleme zu sensibilisieren durften 14 Schülerinnen der Klasse 8A an einem zweitägigen, EU-geförderten Workshop zum Thema „Cybersecurity“ teilnehmen. Unter der Organisation vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) besuchten mit "Raketenmann" Attila Strba und Florian Lohmann zwei Experten die Ursulinen-Realschule. Im Gepäck hatten sie jede Menge technisches Equipment, wertvolle Sicherheitstipps und spannende Geschichten aus der Welt des World Wide Web.
Nach einigen wichtigen Hinweisen zur gesunden Smartphone-Nutzung, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden, sowie Tipps zum sicheren Umgang mit Kameras wurden erstmal Grundlagen geklärt: Was genau ist eigentlich das Internet? Und was passiert im Hintergrund, wenn wir ein Musikvideo streamen? Die Schülerinnen begaben sich auf die Suche nach IP-Adressen, nahmen Websites genauer unter die Lupe und lernten, worauf es bei der Erstellung eines sicheren Passworts ankommt. Dabei blieb es keineswegs bei der Theorie, denn alle Inhalte konnten unmittelbar praktisch ausprobiert werden. Spielerische Quizrunden zum Erkennen von Phishing-Nachrichten, ein Rätsel rund um die Metadaten eines heruntergeladenen Fotos und das Programmieren einer Ampel mithilfe eines Raspberry Pi als sogenanntes Embedded System sorgten für Abwechslung und zahlreiche Aha-Momente. Weitere Highlights stellten das „Klauen“ und Abändern von Websites sowie das Erstellen eines Programms zum „Hacken“ von Passwörtern dar, wobei die Teilnehmerinnen einen direkten Einblick in die Denk- und Arbeitsweise von Cybersecurity-Experten erhielten. So wurde deutlich, wie vielfältig, spannend und zugleich wichtig das Thema IT-Sicherheit in unserer zunehmend digitalisierten Welt ist.

Das Fazit der zwei Workshop-Tage: Nicht verunsichert, sondern durch viele neue Kenntnisse gestärkt verabschiedeten sich die Schülerinnen in die Herbstferien. Sie wissen nun: Wer die digitale Welt sicher nutzen möchte, sollte nicht nur neugierig bleiben, sondern auch aufmerksam und kritisch sein.