Kunst im Fluss

Dass Kunst nicht nur im Museum stattfindet, sondern manchmal sogar mitten im Wasser steht, konnten unsere Schülerinnen der 8b und 8d bei einem Ausflug zur Ausstellung „Kunst an der Isar“ erleben. Entlang des Flusses begegneten ihnen ganz unterschiedliche Skulpturen und Installationen, die sich mit Wasser, Natur, Bewegung und dem Stadtraum auseinandersetzen.
Mit Skizzenblöcken und Stiften ausgestattet, nahmen die Mädchen die Kunstwerke genau unter die Lupe. Dabei wurde aufmerksam beobachtet, verglichen, gezeichnet – und natürlich auch diskutiert. Schließlich liegt die Kunst bekanntlich im Auge der Betrachterin, manchmal aber offenbar auch ein paar Schritte weit im Wasser. Denn besonders die Arbeit „Wie ein Fisch im …“ von Christian Heß weckte den Forschergeist der Gruppe. Um das Werk möglichst genau betrachten und zeichnerisch erfassen zu können, zogen einige Schülerinnen kurzerhand Schuhe und Socken aus und wateten barfuß ins Wasser. Für die Kunst gingen sie damit nicht nur einen Schritt weiter, sondern der Sache im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund. Ob dabei ausschließlich der kunstwissenschaftliche Erkenntnisdrang ausschlaggebend war oder die Mädchen angesichts der hohen Temperaturen auch die willkommene Abkühlung nutzten, ließ sich allerdings nicht ganz eindeutig feststellen.
Zwischen konzentrierten Skizzen, nassen Füßen und viel guter Laune entstand so ein besonderer Kunstunterricht unter freiem Himmel. Die Schülerinnen bewiesen dabei, dass genaues Hinsehen und kreatives Arbeiten wunderbar zusammenpassen. Am Ende waren nicht nur zahlreiche Zeichnungen im Block, sondern auch viele neue Eindrücke im Gepäck – ein rundum gelungener Ausflug, bei dem Kunst und Isar gleichermaßen in Bewegung blieben.