Wenn Erinnerungen in Sandkörnern funkeln – Glanzvoller Abschied unserer Absolventinnen

Julia Kosch, strahlend in ihrem Abendkleid, betritt gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Julia Dang das Rednerpult. In ihren Händen hält sie nicht etwa Noten oder eine Mappe, sondern den gläsernen Korpus einer Sanduhr. Nicht irgendeine, sonderndieSanduhr, die sinnbildlich für die gemeinsame Schulzeit ihrers Abschlussjahrgangs steht. Mit diesem bewegenden Bild läuten die beiden Schülersprecherinnen einen Höhepunkt der diesjährigen Abschlussfeier unserer Schule ein – eine Feier, die gleichzeitig Abschied, Dank und einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft war.Das Fest begann mit einem stimmungsvollen Gottesdienst in der Kirche Sankt Jodok. Schulseelsorger Armin Weyers und Religionslehrerin Petra Heimerl hatten ihn unter das eindrückliche Thema „Gleitschirmflug – Von Gott gehalten“ gestellt. Inspiriert von der biblischen Geschichte des sinkenden Petrus, wurde den jungen Frauen mit auf den Weg gegeben, dass sie, gehalten wie von einem Gleitschirm, auch in unsicheren Zeiten auf Gottes Begleitung vertrauen dürfen.Anschließend ging es von der Kirche in die festlich geschmückte Turnhalle. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von den talentierten Absolventinnen selbst: Antonia Harrer begeisterte am Klavier, während Julia Kosch und ihre Schwester Lea mit „Signs of Time“ für einen gefühlvollen Start sorgten. Leonie Els verzauberte das Publikum mit Ludovico Einaudis „Nuvole Bianche“ am Klavier, Tiziana Ganslmayer entführte mit einer Klarinettenmelodie aus „Jenseits der Stille“ und Hanna Mühlhofer berührte am Klavier mit "Dietro casa". Später leiteten die Absolventinnen mit klasseneigenen musikalischen Bühnenbeiträgen die jeweilige Zeugnisverteilung ein.Schulleiterin Angela Schleibinger begrüßte die zahlreichen Gäste und Absolventinnen. Es folgten Grußworte, die Mut machten und Perspektiven eröffneten: Dr. Thomas Haslinger ("Meine erste Freundin ging auch auf die Ursulinen-Schule"), stellvertretender Bürgermeister der Stadt Landshut, gratulierte herzlich und betonte, wie stolz die Absolventinnen auf ihre Leistungen sein könnten. Er sah in den jungen Menschen das „größte Kapital“ des Landes und riet ihnen, ihre Ziele hartnäckig zu verfolgen und stets mit Respekt zu kommunizieren. Gundula Goldner vom Elternbeirat ermutigte die Absolventinnen, ihre frischen, jungen Ideen in die Gesellschaft einzubringen. „Lasst euch nicht belächeln, nur weil ihr jung seid oder Frauen seid“, appellierte sie, denn gerade die Vielfalt sei es, die die besten Lösungen hervorbringe. Rudolf Hutterer vom Freundeskreis schließlich unterstrich mit einem Seitenblick auf die Ordensgründerin Angela Merici die Bedeutung von Bildung und Glauben als Fundament einer starken Gemeinschaft und ermutigte die jungen Frauen, die Werte, die sie an den Ursulinen gelernt haben, in die Welt zu tragen.Ein emotionales Zentrum des Abends war die Rede der Absolventinnen Julia Dang und Julia Kosch. Mit der eingangs erwähnten Sanduhr-Metapher blickten sie auf die vergangenen fünf Jahre zurück: „Vor ein paar Jahren, als unsere Schultaschen noch größer waren als wir, war sie randvoll. Jeder von uns dachte damals: Diese Körner rieseln doch nie durch. Wir haben doch ewig Zeit!“ Doch die Zeit sei wie im Flug vergangen, und jedes Sandkorn stehe für eine Erinnerung: „Jede Mathearbeit, jede Pause auf dem Pausenhof, jedes Mal, wenn wir heimlich dachten: ‚Warum tu ich mir das eigentlich an?‘ – all das ist ein Korn in dieser Sanduhr.“ Sie nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Schuljahre, von den ersten Tagen im neuen Schulhaus über die Herausforderungen der Corona-Pandemie mit Homeschooling und Tests bis hin zu den ersten Schulaufgaben und der Freude, die Lehrer endlich wieder live zu sehen. Sie sprachen über das Kennenlernen neuer Fächer, das Wachsen der Klassengemeinschaft bei Aktionen wie dem ersten Adventsbasar der Ursulinen-Realschule und die stressige, aber prägende Zeit der Projektpräsentationen und Bewerbungsgespräche in der 9. Klasse. Die 10. Klasse, so die Absolventinnen, sei wie im Zeitraffer verflogen: „So viele schlaflose Nächte, in denen wir noch einmal versucht haben, alles in unsere Köpfe zu stopfen, was wir in fünf Jahren Schule gelernt hatten.“ Sie sprachen offen über Zweifel, Ängste und Tränen, aber auch über das gemeinsame Lachen, die letzten Klassenfahrten und die nervösen Momente vor den Prüfungen, die oft mit einem „Du wirst die Prüfung schon rasieren!“ begannen und mit einem „Die Prüfung hat mich rasiert!“ endeten. „Und dann dieses eine Gefühl, das uns allen in den letzten Wochen immer wieder durch den Kopf geschossen ist: Bald ist es vorbei. Bald wird alles anders sein. Kein Pausengong mehr, keine Klassenzimmer mehr…“, resümierten sie. Doch trotz des „bittersüßen Abschieds“ überwog die Dankbarkeit für die wertvollen Freundschaften, die unzähligen Insider-Witze und die Momente des Verstandenwerdens. Ihre zentrale Botschaft am Ende: „Unsere Sanduhr ist jetzt zwar leer, aber das bedeutet nicht, dass unsere Zeit endet. Im Gegenteil. Unsere Sanduhr darf jetzt umgedreht werden. Wir dürfen sie neu befüllen. Mit Träumen, mit Mut, mit Menschen, die uns guttun. Wir bestimmen, wie schnell oder langsam sie läuft.“ Ein herzlicher Dank ging an die Lehrerinnen und Lehrer für ihre Geduld, ihr offenes Ohr und die Motivation; an die Eltern, die "schwere Körner" abgenommen haben; und an die Mitschülerinnen für jedes Lachen, jede Träne und jede gemeinsam überlebte "Peinlichkeit". Ihr Fazit: „Die Sanduhr ist leer – und das ist das Schönste daran. Drehen wir sie um. Füllen wir sie mit Glitzer, Mut und einer Prise Wahnsinn. Und dann: Los geht’s.“Schulleiterin Angela Schleibinger schloss den offiziellen Teil mit ihren Abschiedsgedanken ab. Sie erzählte die Parabel von einem blinden Mädchen mit einer Laterne, die damit nicht sehen, sondern von anderen gesehen werden kann. Dies verdeutlichte die Wichtigkeit von Perspektivwechsel und Kooperation. Sie rief die Absolventinnen auf, Eigeninitiative und Eigenverantwortung zu übernehmen, um ihr Leben und die Gesellschaft aktiv zu gestalten. Mit den besten Wünschen für Zufriedenheit, Glück und Gottes Segen entließ sie die jungen Frauen in ihren neuen Lebensabschnitt.Besonderen Applaus erhielten Sophia Anselm und Julia Kosch, die beide die Traumnote 1,0 erreichten. Auch acht weitere Schülerinnen schlossen mit einem herausragenden Notendurchschnitt von unter 1,50 ab: Sara-Maria Danila, Leonie Els, Tiziana Ganslmayer, Antonia Harrer, Lea Huber, Anastasia Pavlov, Michelle Peter und Valentina Ugrik.Nach der feierlichen Zeugnisverteilung endete der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen und einer ausgelassenen Party, bei der noch lange gefeiert und die letzten Momente der gemeinsamen Schulzeit genossen wurden.
Julia Kosch, strahlend in ihrem Abendkleid, betritt gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Julia Dang das Rednerpult. In ihren Händen hält sie nicht etwa Noten oder eine Mappe, sondern den gläsernen Korpus einer Sanduhr. Nicht irgendeine, sonderndieSanduhr, die sinnbildlich für die gemeinsame Schulzeit ihrers Abschlussjahrgangs steht. Mit diesem bewegenden Bild läuten die beiden Schülersprecherinnen einen Höhepunkt der diesjährigen Abschlussfeier unserer Schule ein – eine Feier, die gleichzeitig Abschied, Dank und einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft war.
Das Fest begann mit einem stimmungsvollen Gottesdienst in der Kirche Sankt Jodok. Schulseelsorger Armin Weyers und Religionslehrerin Petra Heimerl hatten ihn unter das eindrückliche Thema „Gleitschirmflug – Von Gott gehalten“ gestellt. Inspiriert von der biblischen Geschichte des sinkenden Petrus, wurde den jungen Frauen mit auf den Weg gegeben, dass sie, gehalten wie von einem Gleitschirm, auch in unsicheren Zeiten auf Gottes Begleitung vertrauen dürfen.
Anschließend ging es von der Kirche in die festlich geschmückte Turnhalle. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von den talentierten Absolventinnen selbst: Antonia Harrer begeisterte am Klavier, während Julia Kosch und ihre Schwester Lea mit „Signs of Time“ für einen gefühlvollen Start sorgten. Leonie Els verzauberte das Publikum mit Ludovico Einaudis „Nuvole Bianche“ am Klavier, Tiziana Ganslmayer entführte mit einer Klarinettenmelodie aus „Jenseits der Stille“ und Hanna Mühlhofer berührte am Klavier mit "Dietro casa". Später leiteten die Absolventinnen mit klasseneigenen musikalischen Bühnenbeiträgen die jeweilige Zeugnisverteilung ein.
Schulleiterin Angela Schleibinger begrüßte die zahlreichen Gäste und Absolventinnen. Es folgten Grußworte, die Mut machten und Perspektiven eröffneten: Dr. Thomas Haslinger ("Meine erste Freundin ging auch auf die Ursulinen-Schule"), stellvertretender Bürgermeister der Stadt Landshut, gratulierte herzlich und betonte, wie stolz die Absolventinnen auf ihre Leistungen sein könnten. Er sah in den jungen Menschen das „größte Kapital“ des Landes und riet ihnen, ihre Ziele hartnäckig zu verfolgen und stets mit Respekt zu kommunizieren. Gundula Goldner vom Elternbeirat ermutigte die Absolventinnen, ihre frischen, jungen Ideen in die Gesellschaft einzubringen. „Lasst euch nicht belächeln, nur weil ihr jung seid oder Frauen seid“, appellierte sie, denn gerade die Vielfalt sei es, die die besten Lösungen hervorbringe. Rudolf Hutterer vom Freundeskreis schließlich unterstrich mit einem Seitenblick auf die Ordensgründerin Angela Merici die Bedeutung von Bildung und Glauben als Fundament einer starken Gemeinschaft und ermutigte die jungen Frauen, die Werte, die sie an den Ursulinen gelernt haben, in die Welt zu tragen.
Ein emotionales Zentrum des Abends war die Rede der Absolventinnen Julia Dang und Julia Kosch. Mit der eingangs erwähnten Sanduhr-Metapher blickten sie auf die vergangenen fünf Jahre zurück: „Vor ein paar Jahren, als unsere Schultaschen noch größer waren als wir, war sie randvoll. Jeder von uns dachte damals: Diese Körner rieseln doch nie durch. Wir haben doch ewig Zeit!“ Doch die Zeit sei wie im Flug vergangen, und jedes Sandkorn stehe für eine Erinnerung: „Jede Mathearbeit, jede Pause auf dem Pausenhof, jedes Mal, wenn wir heimlich dachten: ‚Warum tu ich mir das eigentlich an?‘ – all das ist ein Korn in dieser Sanduhr.“ Sie nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Schuljahre, von den ersten Tagen im neuen Schulhaus über die Herausforderungen der Corona-Pandemie mit Homeschooling und Tests bis hin zu den ersten Schulaufgaben und der Freude, die Lehrer endlich wieder live zu sehen. Sie sprachen über das Kennenlernen neuer Fächer, das Wachsen der Klassengemeinschaft bei Aktionen wie dem ersten Adventsbasar der Ursulinen-Realschule und die stressige, aber prägende Zeit der Projektpräsentationen und Bewerbungsgespräche in der 9. Klasse. Die 10. Klasse, so die Absolventinnen, sei wie im Zeitraffer verflogen: „So viele schlaflose Nächte, in denen wir noch einmal versucht haben, alles in unsere Köpfe zu stopfen, was wir in fünf Jahren Schule gelernt hatten.“ Sie sprachen offen über Zweifel, Ängste und Tränen, aber auch über das gemeinsame Lachen, die letzten Klassenfahrten und die nervösen Momente vor den Prüfungen, die oft mit einem „Du wirst die Prüfung schon rasieren!“ begannen und mit einem „Die Prüfung hat mich rasiert!“ endeten. „Und dann dieses eine Gefühl, das uns allen in den letzten Wochen immer wieder durch den Kopf geschossen ist: Bald ist es vorbei. Bald wird alles anders sein. Kein Pausengong mehr, keine Klassenzimmer mehr…“, resümierten sie. Doch trotz des „bittersüßen Abschieds“ überwog die Dankbarkeit für die wertvollen Freundschaften, die unzähligen Insider-Witze und die Momente des Verstandenwerdens. Ihre zentrale Botschaft am Ende: „Unsere Sanduhr ist jetzt zwar leer, aber das bedeutet nicht, dass unsere Zeit endet. Im Gegenteil. Unsere Sanduhr darf jetzt umgedreht werden. Wir dürfen sie neu befüllen. Mit Träumen, mit Mut, mit Menschen, die uns guttun. Wir bestimmen, wie schnell oder langsam sie läuft.“ Ein herzlicher Dank ging an die Lehrerinnen und Lehrer für ihre Geduld, ihr offenes Ohr und die Motivation; an die Eltern, die "schwere Körner" abgenommen haben; und an die Mitschülerinnen für jedes Lachen, jede Träne und jede gemeinsam überlebte "Peinlichkeit". Ihr Fazit: „Die Sanduhr ist leer – und das ist das Schönste daran. Drehen wir sie um. Füllen wir sie mit Glitzer, Mut und einer Prise Wahnsinn. Und dann: Los geht’s.“
Schulleiterin Angela Schleibinger schloss den offiziellen Teil mit ihren Abschiedsgedanken ab. Sie erzählte die Parabel von einem blinden Mädchen mit einer Laterne, die damit nicht sehen, sondern von anderen gesehen werden kann. Dies verdeutlichte die Wichtigkeit von Perspektivwechsel und Kooperation. Sie rief die Absolventinnen auf, Eigeninitiative und Eigenverantwortung zu übernehmen, um ihr Leben und die Gesellschaft aktiv zu gestalten. Mit den besten Wünschen für Zufriedenheit, Glück und Gottes Segen entließ sie die jungen Frauen in ihren neuen Lebensabschnitt.Besonderen Applaus erhielten Sophia Anselm und Julia Kosch, die beide die Traumnote 1,0 erreichten. Auch acht weitere Schülerinnen schlossen mit einem herausragenden Notendurchschnitt von unter 1,50 ab: Sara-Maria Danila, Leonie Els, Tiziana Ganslmayer, Antonia Harrer, Lea Huber, Anastasia Pavlov, Michelle Peter und Valentina Ugrik.
Nach der feierlichen Zeugnisverteilung endete der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen und einer ausgelassenen Party, bei der noch lange gefeiert und die letzten Momente der gemeinsamen Schulzeit genossen wurden.