Unter dem Motto Mein Traum von Schule kamen vergangenen Donnerstag, 22.10.2026, Vertreterinnen und Vertreter von Ursulinen-Schulen aus Landshut, Straubing, Graz und sogar Osnabrück am Gymnasium der Ursulinen in Innsbruck zusammen, um sich Gedanken darüber zu machen, wie es gelingen kann, die angelanische und ursulinische Tradition unserer Schulen in die Zukunft zu führen.
Immer weniger Ursulinen-Schulen haben - wie leider auch wir in Landshut - das Glück, noch Ordensschwestern vor Ort oder gar im Lehrerkollegium zu haben. Dadurch verblassen aber auch immer mehr das Erbe Angela Mericis und der heiligen Ursula. Und so machten sich Martin Bauch und Florian Wirth als Vertreter der Ursulinen-Realschule in Landshut gemeinsam mit den anderen Anwesenden Gedanken dazu, wie man ebendieses Erbe für unsere Schülerinnen, die Kolleginnen und Kollegen, aber auch allgemein in der Schullandschaft präsent halten kann. Und zwar über das feiern des Ursula- (21. Oktober) oder
Angela-Tages (27. Januar) hinaus.
In Gesprächen und längeren Arbeitsphasen stellten wir fest, dass viele Werte und Ideen, die uns Angela Merici hinterlassen hat, bereits wichtiger Bestandteil des täglichen Umgangs miteinander und bei der Umsetzung schulpastoraler Angebote in unseren Schulen sind. Nur ist oft nicht mehr ganz so bewusst, woher dieser wertschätzende, respektvolle sowie tolerante Umgang miteinander eigentlich herrührt. Dabei war Angela Merici ihrer Zeit weit voraus, als sie riet, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind, ein gutes Vorbild zu sein oder liebenswürdig und freundlich miteinander umzugehen. Und sie war auch der Meinung, dass es zu gegebener Zeit notwendig sei, Dinge neu zu ordnen oder anders zu machen, allerdings immer „klug und nach guter Beratung“, also nie überstürzt und auch gemeinsam.
Und so wollen wir als Ursulinen-Schulen gemeinsam auch weiterhin klug darüber beraten, wie das Erbe Angela Mericis und der heiligen Ursula an unseren Bildungsstätten präsent und lebendig gehalten werden kann.
Ein großer Dank ergeht an die wunderbaren Gastgeber in Innsbruck. Denn bei allem Nachdenken, Diskutieren und Planen sind es auch die Begegnungen mit solch tollen Menschen, die zeigen, wie wichtig das Miteinander ist, das in den Ursulinen-Klöstern über Jahrhunderte hinweg gelebt wurde und das heute in den Ursulinen-Schulen nach wie vor lebendig ist.

