"Mein Weihnachtsmoment" hieß eine Deutsch-Hausaufgabe in der 10a. Keine Einzige in der Klasse hatte ihren Text zu schreiben vergessen, und das wenige Tage vor den Weihnachtsferien! Viele nachdenkliche, amüsante, liebenswerte Texte gab's in den letzten beiden Deutschstunden daher zu hören. Ein besonders gelungenes Beispiel hatFilipa Sturmverfasst:Ich weiß nicht mehr genau, wann dieses Ereignis war. Zwei Sachen sind klar: Es war der 24. Dezember und ich war alt genug, um mir eine Carrera Bahn zu wünschen, also eine Rennbahn für kleine Autos mit Fernsteuerung. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass dieses Geschenk, welches verpackt fast genauso groß war wie ich, nicht nur für mich war. Hier ein kleines Beispiel, um das zu erklären, was passiert ist: Wenn ich mit meiner Mutter beim Italiener bin, versucht sie mich immer dazu zu überreden, eine Pizza zu bestellen. Das hat zwei Gründe. Erstens möchte sie auch Pizza essen, will aber keine für sich bestellen, aus welchem Grund auch immer und zweitens ist sie der festen Überzeugung, dass, wenn ich mir eine bestellen würde,ich diese nicht komplett schaffen würde. Zusammengefasst: Eltern wollen etwas haben und benutzen ihre Kinder als Grund, es sich zu holen.Zurück zu Heilig Abend, sobald ich das Paket artgerecht aufgerissen hatte, war es mein Vater, der sich auf das Spielzeug stürzte und sofort begann, die Bahn aufzubauen. Dagegen hatte ich nichts, da ich auch nicht vorgehabt hatte, sie aufzubauen. Während er den großen Wunsch seiner Kindheit mitten im Wohnzimmer errichtete, fiel ihm auf, dass das Zimmer wohl etwas zu klein für die monströse Rennstrecke ausfiel. Damit sie in das Zimmer gepasst hätte, hätte der Weihnachtsbaum weichen müssen. Da kam mein Vater auf die geniale Idee, die Strecke mit dem Baum zu kombinieren, denn dort wo er stand, hätte eine Kurve sein sollen. Bloß die Krippe musste der schwarzen Plastikfahrbahn weichen. Anstatt sie einfach wegzuschieben, bekam sie einen anderen Platz. In einem Stall die Nacht zu verbringen, ist sicherlich schlimm, aber in einem Stall neben der Autobahn ist dann wohl noch etwas extremer. Nachdem mein Vater nun endlich seine ingenieurstechnische Meisterleistung fertiggestellt hatte, ließ er mich gütigerweise auch einmal mit meinem Geschenk spielen. Ich nahm die Fernsteuerung in die Hand und er erklärte mir kurz, wie alles funktionierte. Gerade hatte er gesagt: „Bitte erst ganz langsam auf das Gas drücken!“ - Da hatte ich den Knopf schon bis zum Anschlag nach unten gedrückt. Das kleine Formel 1-Auto gab ein lautes Quietschen von sich und schoss sofort los, auf die Kurve mit integriertem Weihnachtsbaum zu. Die Kurve hatte eine kleine Erhöhung, weshalb das Auto die Erhebung hochraste. Dann hob es direkt in der Kurve ab und flog geradewegs auf den schönen Weihnachtsbaum zu. Keine Ahnung wie das Fahrzeug es durch den dichten Baum schaffte, aber es landete ein paar Meter entfernt von ihm und erreichte tatsächlich noch die Küche. Da kam der Wagen endlich zum Stillstand.Was danach passiert ist, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich waren erst alle erschrocken, dann hat aber jeder gelacht und seitdem muss diese Geschichte jedes Weihnachten erzählt werden, obwohl jeder sie kennt. Ich liebe Anekdoten.
"Mein Weihnachtsmoment" hieß eine Deutsch-Hausaufgabe in der 10a. Keine Einzige in der Klasse hatte ihren Text zu schreiben vergessen, und das wenige Tage vor den Weihnachtsferien! Viele nachdenkliche, amüsante, liebenswerte Texte gab's in den letzten beiden Deutschstunden daher zu hören. Ein besonders gelungenes Beispiel hatFilipa Sturmverfasst:
Ich weiß nicht mehr genau, wann dieses Ereignis war. Zwei Sachen sind klar: Es war der 24. Dezember und ich war alt genug, um mir eine Carrera Bahn zu wünschen, also eine Rennbahn für kleine Autos mit Fernsteuerung. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass dieses Geschenk, welches verpackt fast genauso groß war wie ich, nicht nur für mich war. Hier ein kleines Beispiel, um das zu erklären, was passiert ist: Wenn ich mit meiner Mutter beim Italiener bin, versucht sie mich immer dazu zu überreden, eine Pizza zu bestellen. Das hat zwei Gründe. Erstens möchte sie auch Pizza essen, will aber keine für sich bestellen, aus welchem Grund auch immer und zweitens ist sie der festen Überzeugung, dass, wenn ich mir eine bestellen würde,ich diese nicht komplett schaffen würde. Zusammengefasst: Eltern wollen etwas haben und benutzen ihre Kinder als Grund, es sich zu holen.
Zurück zu Heilig Abend, sobald ich das Paket artgerecht aufgerissen hatte, war es mein Vater, der sich auf das Spielzeug stürzte und sofort begann, die Bahn aufzubauen. Dagegen hatte ich nichts, da ich auch nicht vorgehabt hatte, sie aufzubauen. Während er den großen Wunsch seiner Kindheit mitten im Wohnzimmer errichtete, fiel ihm auf, dass das Zimmer wohl etwas zu klein für die monströse Rennstrecke ausfiel. Damit sie in das Zimmer gepasst hätte, hätte der Weihnachtsbaum weichen müssen. Da kam mein Vater auf die geniale Idee, die Strecke mit dem Baum zu kombinieren, denn dort wo er stand, hätte eine Kurve sein sollen. Bloß die Krippe musste der schwarzen Plastikfahrbahn weichen. Anstatt sie einfach wegzuschieben, bekam sie einen anderen Platz. In einem Stall die Nacht zu verbringen, ist sicherlich schlimm, aber in einem Stall neben der Autobahn ist dann wohl noch etwas extremer. Nachdem mein Vater nun endlich seine ingenieurstechnische Meisterleistung fertiggestellt hatte, ließ er mich gütigerweise auch einmal mit meinem Geschenk spielen. Ich nahm die Fernsteuerung in die Hand und er erklärte mir kurz, wie alles funktionierte. Gerade hatte er gesagt: „Bitte erst ganz langsam auf das Gas drücken!“ - Da hatte ich den Knopf schon bis zum Anschlag nach unten gedrückt. Das kleine Formel 1-Auto gab ein lautes Quietschen von sich und schoss sofort los, auf die Kurve mit integriertem Weihnachtsbaum zu. Die Kurve hatte eine kleine Erhöhung, weshalb das Auto die Erhebung hochraste. Dann hob es direkt in der Kurve ab und flog geradewegs auf den schönen Weihnachtsbaum zu. Keine Ahnung wie das Fahrzeug es durch den dichten Baum schaffte, aber es landete ein paar Meter entfernt von ihm und erreichte tatsächlich noch die Küche. Da kam der Wagen endlich zum Stillstand.
Was danach passiert ist, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich waren erst alle erschrocken, dann hat aber jeder gelacht und seitdem muss diese Geschichte jedes Weihnachten erzählt werden, obwohl jeder sie kennt. Ich liebe Anekdoten.
"Mein Weihnachtsmoment" hieß eine Deutsch-Hausaufgabe in der 10a. Keine Einzige in der Klasse hatte ihren Text zu schreiben vergessen, und das wenige Tage vor den Weihnachtsferien! Viele nachdenkliche, amüsante, liebenswerte Texte gab's in den letzten beiden Deutschstunden daher zu hören. Ein besonders gelungenes Beispiel hatFilipa Sturmverfasst:
Ich weiß nicht mehr genau, wann dieses Ereignis war. Zwei Sachen sind klar: Es war der 24. Dezember und ich war alt genug, um mir eine Carrera Bahn zu wünschen, also eine Rennbahn für kleine Autos mit Fernsteuerung. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass dieses Geschenk, welches verpackt fast genauso groß war wie ich, nicht nur für mich war. Hier ein kleines Beispiel, um das zu erklären, was passiert ist: Wenn ich mit meiner Mutter beim Italiener bin, versucht sie mich immer dazu zu überreden, eine Pizza zu bestellen. Das hat zwei Gründe. Erstens möchte sie auch Pizza essen, will aber keine für sich bestellen, aus welchem Grund auch immer und zweitens ist sie der festen Überzeugung, dass, wenn ich mir eine bestellen würde,ich diese nicht komplett schaffen würde. Zusammengefasst: Eltern wollen etwas haben und benutzen ihre Kinder als Grund, es sich zu holen.
Zurück zu Heilig Abend, sobald ich das Paket artgerecht aufgerissen hatte, war es mein Vater, der sich auf das Spielzeug stürzte und sofort begann, die Bahn aufzubauen. Dagegen hatte ich nichts, da ich auch nicht vorgehabt hatte, sie aufzubauen. Während er den großen Wunsch seiner Kindheit mitten im Wohnzimmer errichtete, fiel ihm auf, dass das Zimmer wohl etwas zu klein für die monströse Rennstrecke ausfiel. Damit sie in das Zimmer gepasst hätte, hätte der Weihnachtsbaum weichen müssen. Da kam mein Vater auf die geniale Idee, die Strecke mit dem Baum zu kombinieren, denn dort wo er stand, hätte eine Kurve sein sollen. Bloß die Krippe musste der schwarzen Plastikfahrbahn weichen. Anstatt sie einfach wegzuschieben, bekam sie einen anderen Platz. In einem Stall die Nacht zu verbringen, ist sicherlich schlimm, aber in einem Stall neben der Autobahn ist dann wohl noch etwas extremer. Nachdem mein Vater nun endlich seine ingenieurstechnische Meisterleistung fertiggestellt hatte, ließ er mich gütigerweise auch einmal mit meinem Geschenk spielen. Ich nahm die Fernsteuerung in die Hand und er erklärte mir kurz, wie alles funktionierte. Gerade hatte er gesagt: „Bitte erst ganz langsam auf das Gas drücken!“ - Da hatte ich den Knopf schon bis zum Anschlag nach unten gedrückt. Das kleine Formel 1-Auto gab ein lautes Quietschen von sich und schoss sofort los, auf die Kurve mit integriertem Weihnachtsbaum zu. Die Kurve hatte eine kleine Erhöhung, weshalb das Auto die Erhebung hochraste. Dann hob es direkt in der Kurve ab und flog geradewegs auf den schönen Weihnachtsbaum zu. Keine Ahnung wie das Fahrzeug es durch den dichten Baum schaffte, aber es landete ein paar Meter entfernt von ihm und erreichte tatsächlich noch die Küche. Da kam der Wagen endlich zum Stillstand.
Was danach passiert ist, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich waren erst alle erschrocken, dann hat aber jeder gelacht und seitdem muss diese Geschichte jedes Weihnachten erzählt werden, obwohl jeder sie kennt. Ich liebe Anekdoten.

