Kleegeige trifft Klassenzimmer: Einblick in die Landwirtschaft

Was ist Landwirtschaft?  Tiere, Bauernhof, Traktoren, Wiesen gehören alle genauso dazu wie die Landschaftspflege – eine der vorrangingen Aufgaben der Landwirtschaft ist die Produktion von Lebensmitteln und damit die Sicherung der Versorgung.

Seit jeher bewirtschaften Menschen die Flächen. Aber dies befindet sich in einem ständigen Wandel.  Das verdeutlichte Lorenz Heckerl vom „Seidlhof“ indem er den Schülerinnen der sechsten Klassen in seinem Vortrag die voranschreitende Mechanisierung anhand von Bildern aber auch originalen Gegenständen zeigte. Beispielsweise eine „Kleegeige“. Mit der musste früher der Landwirt sein Feld säen, heute wird das von Maschinen erledigt. Der Maschinenführer stellt lediglich ein, wie viele Körner auf einem Quadratmeter ausgebracht werden sollen, damit auch ein guter Ernteertrag möglich ist. So dürfen auf einem Quadratmeter weniger Maiskörner gesät werden als etwa Rapskörner oder Getreidesorten wie Weizen oder Hafer.

Lorenz Heckerl hatte auch eine Rapspflanze von seinem Acker dabei, damit die Schülerinnen auch sehen konnten, was aus einem kleinen Samenkorn wachsen konnte. Raps ist in der Landwirtschaft nicht nur eine wichtige Kulturpflanze in der Fruchtfolge, damit dem Boden wieder Nährstoffe zugeführt werden bzw. sich die Bodenstruktur verbessert, sondern auch für die Herstellung von Rapsöl nötig.

Die Bodengesundheit ist für die konventionelle Landwirtschaft genauso wichtig wie für die biologische. Während beim Ökolandbau ausschließlich organische Dünger wie Mist oder Kompost verwendet werden, setzt die konventionelle Landwirtschaft auch mineralische Dünger ein, um den Ertrag zu steigern und so den Bedarf an Lebensmitteln decken zu können. Letztendlich entscheidet der Verbraucher, ob er für ökologisch produzierte Lebensmittel auch mehr Geld ausgeben möchte.

Ein weiteres Standbein in der Landwirtschaft von Heckerl ist der Wald. Hier ist ihm besonders auch die Wiederaufforstung, das heißt, dass viel gesunder junger Wald nachwächst, ein großes Anliegen.   

Auf dem Seidlhof gibt es eigene Pferde wie auch solche, die hier eingestellt werden können. Für diese wird das Heu und das Getreide selbst geerntet. Im mittlerweile etwas verkleinerten hofeigenen Laden werden regionale Produkte verkauft.

Hinter der Landwirtschaft steckt nach wie vor sehr viel Arbeitsaufwand, auch wenn die Mechanisierung immer weiter voranschreitet (Schö, Red.: Sf).