Wer behaupten möchte, dass Mädchen in naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen Jungen in etwas nachstehen würden, der oder die hat ganz sicher die Schülerinnen unseres Robotik-Wahlunterrichtes noch nicht kennengelernt, der sich Jahr für Jahr größter Beliebtheit erfreut.
Denn auch beim diesjährigen Regionalwettbewerb Niederbayern der Robotik-Meisterschaft der Realschulen in Bayern zeigten unsere Schülerinnen, wie auch schon in den vergangenen Jahren, Bestleistungen. In mehreren Kategorien bereiteten sich die Teilnehmerinnen die letzten Monate gründlich vor. Dabei wurde fleißig überlegt, getüftelt, gebaut und programmiert, so dass möglichst gute Lego-Roboter in drei unterschiedlichen Aufgaben ins Rennen geschickt werden konnten.
Und diese Aufgaben waren alles andere als leicht. Denn einmal gestartet mussten die Roboter selbständig tun, wozu sie konstruiert und mit Programmen bespielt wurden. Umso schmerzlicher war es mit anzusehen, wenn nach einem perfekten Probelauf die Maschine einen „Satelliten“ nicht in die gewünscht Position brachte, sondern z. B. frontal in diesen hinein krachte oder wenn ein zuvor blitzschneller Racing-Roboter nicht einmal startete, weil er aus irgendeinem Grund das Startsignal in Form eines Lichtes einfach nicht wahrnehmen wollte.
Und dennoch sicherten sich unsere Schülerinnen nicht nur einen Platz auf dem Treppchen, sondern gleich drei davon.
In der Einsteiger-Kategorie unter dem Motto „All-Zeit zur Stelle“ mussten die Roboter innerhalb von 90 Sekunden Satelliten richtig positionieren, Weltraumstaub von einer Raumstation fegen, eine Landefähre vom Mond bzw. dem Mars zurück zur Erde befördern, eine Raumsonde zum Jupiter bringen und zur Erde zurückkehren. Auf dem Spielfeld befindliche Asteroiden durften dabei nicht berührt werden. In ebendieser Kategorie sicherten sich die Schülerinnen Nicole Helfrich (6 b), Giulia Albarella (6 b) und Tiffany Zettel (6 b) mit der vollen Punktzahl und einer Zeit von gerade einmal 23,8 Sekunden einen grandiosen 1. Platz. Und auch der 2. Platz konnte in dieser Kategorie von einem unserer Teams eingenommen werden. Und das mit einem mehr als knappen Abstand. Ebenfalls volle Punktzahl erreichten nämlich Luise Schmirl (5 e), Luzie Schmirl (8 a) und Anastasiia Polishchuck (5 e) in nur
24,0 Sekunden. Wenn das nicht haarscharf ist.
„Hilfe im All-Tag“ hieß es dann in der noch anspruchsvolleren Aufgabe der Fortgeschrittenen-Kategorie. In ebenfalls 90 Sekunden wollten auch hier zwei Satelliten korrekt ausgerichtet und die Raumstation von Weltraumstaub befreit werden. Darüber hinaus musste letzterer dann zu Untersuchungen auf die Erde zurückgebracht werden. Eine Raumsonde sollte danach korrekt auf der Umlaufbahn des Jupiter positioniert und zwei Asteroiden zu Forschungszwecken auf eine Mond- bzw. Marsstation transportiert werden. Dieser Herausforderung stellten sich Tena Buturac (8 a), Emilia Rung (7 a) und Emma Thamm (8 a), die sich einen wunderbaren 3. Platz in dieser Kategorie sichern konnten.
Zum ersten Mal wurde der Wettbewerb in diesem Jahr um die Kategorie Racing erweitert. Mithilfe von Sensoren mussten die Roboter möglichst schnell eine Runde auf einer Rennbahn drehen. Selbstverständlich war diese gespickt mit Kurven, die Lego-Roboter vor eine besondere Herausforderung stellen. Dabei traten jeweils zwei Roboter in einem KO-System gegeneinander an. Ein gleichzeitiges Starten sollte durch ein Lichtsignal sichergestellt werden. Leider wurde unserem Team, bestehend aus Annalena Huber (8 b), Sophie Schluttenhofer (10 e) und Manuela Scholz (9 a), genau dieses Signal zum Verhängnis, da der Roboter das Licht bei zwei von drei Runden einfach nicht wahrnehmen wollte. Dies war umso ärgerlicher, weil der „Ursulinen Racer“ in der dritten Runde blitzschnell war und somit seinen Konkurrenten weit hinter sich lassen konnte. Und obwohl das Team damit recht früh aus dem Wettbewerb ausscheiden musste, können die drei Schülerinnen genau deshalb wirklich stolz auf sich sein.
Stolz sind auch die Team-Coaches, Alexander Kainz (Einsteiger) und Florian Wirth (Fortgeschrittene und Racing). Zusammen mit der gesamten Schulgemeinschaft möchten sie sagen: „Herzlichen Glückwunsch zu eurer grandiosen Leistung!“





