„Einmal Ursuline, immer Ursuline“ – Bewegender Abschied für unsere Schulleiterin Angela Schleibinger

„Nicht was man mit seiner Arbeit erwirbt, ist der eigentliche Lohn des Menschen, sondern das, was er durch seine Arbeit wird.“

Mit diesem Zitat des englischen Schriftstellers John Ruskin würdigte Ordinariatsdirektorin Dr. Sandra Krump das langjährige Wirken unserer Schulleiterin Angela Schleibinger. Nach zwölfeinhalb prägenden Jahren an der Spitze unserer Schule wurde sie nun feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Für uns als Schulfamilie war es ein Tag des großen Dankes, der Wehmut, aber auch des optimistischen Blickes in die Zukunft.

 

Feierlicher Auftakt in St. Joseph

Eingeleitet wurde der Abschiedstag mit einer herzlichen Begrüßung durch unsere Konrektorin Barbara Luginger und einem feierlichen Gottesdienst in der Ursulinenkirche St. Joseph. Schulseelsorger Armin Weyers und Dekan Alexander Blei zelebrierten die Messe, die ganz im Zeichen der Wertschätzung stand. „Sie wollten keinen Lebensaufriss“, verriet Pfarrer Weyers in seiner Predigt und richtete den Fokus stattdessen auf das, was zählt: „Sie sind ein Abbild Gottes.“
Berührend war der Moment, als unsere Schülerinnen im Auftrag des Seelsorgers unzählige kleine, selbstgebastelte Kraniche an die Gäste verteilten. Einer japanischen Legende nach sollen diese Vögel 1000 gesunde Jahre garantieren.

Würdigung einer Ära

Beim anschließenden Festakt hob Ordinariatsdirektorin Dr. Sandra Krump die enormen Leistungen von Angela Schleibinger hervor. Ihre Amtszeit seit September 2013 war untrennbar mit der Generalsanierung unserer Schule und des Klosters verbunden. Sie stellte sich dieser Herausforderung entschlossen, verlor dabei aber nie das menschliche Maß. „Ich werde nicht alles verändern. Die Ursulinenschule ist eine gute Schule“, hatte sie bei ihrer Amtseinführung versprochen – und sie hat Wort gehalten.
Das Kollegium schätzte besonders ihre Verlässlichkeit und ihre offene Art. Jeden Morgen ab 6:30 Uhr war sie im Haus, ihre Tür standpraktisch immer offen, und sie kannte jede Kollegin und jeden Kollegen vom ersten Tag an beim Namen. Ihr christlich geprägter und kooperativer Führungsstil trug die Schule auch durch die schwierigen Corona-Jahre, in denen sie stets mit Herzblut für das Wohl der Schülerinnen kämpfte.
Als Zeichen der Anerkennung überreichte Dr. Krump im Namen der Erzdiözese München und Freising nicht nur die Entlassungsurkunde, sondern auch eine Ehrenauszeichnung des Katholischen Schulwerks in Bayern für ihre besonderen Dienste.

 

Ein Blick zurück mit Humor und Herz

In ihrer Abschiedsrede blickte Angela Schleibinger selbst mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf ihre Zeit bei uns zurück. Mit Humor kommentierte sie die ständigen Baumaßnahmen und betonte den Zusammenhalt im Kollegium: „Auch wenn schwarze Wolken aus München heraufzogen“, habe dies intern zu einer solidarischen „Rudelbildung“ geführt.
Voller Stolz sprach sie über die Entwicklung unserer Schülerinnen – von den „kleinen Mädchen“ in der fünften Klasse bis hin zu den jungen Frauen, die sie bei der Abschlussfeier verabschieden durfte. Ein schöner Beweis für das lebendige Leben an unserer Schule war für sie auch eine ganz besondere Statistik: In ihrer Amtszeit wurden im Kollegium 60 Kinder geboren – „zwei sind derzeit noch in Auftrag gegeben“, fügte sie schmunzelnd hinzu.
Ihr Fazit drückte die tiefe Verbundenheit mit unserer Schule aus: „Einmal Ursuline, immer Ursuline.“

Ein Dank an die Wegbegleiter

Zahlreiche Ehrengäste wohnten der Verabschiedung bei, darunter Landrat Peter Dreier, der Zweite Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger sowie Armin Wölfl vom Christlichen Bildungswerk. Auch die enge Verbundenheit der Schulgemeinschaft zeigte sich durch die Anwesenheit von Ursulinen-Oberin Andrea Wohlfarter, der ehemaligen Konrektorin Sr. Claudia Hattenkofer, dem Elternbeirat, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Rudolf Hutterer sowie allen Klassensprecherinnen.
Bei einem Umtrunk in der Aula ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen und stießen auf den neuen Lebensabschnitt von Angela Schleibinger an.
Liebe Frau Schleibinger, die gesamte Schulgemeinschaft der Ursulinen-Realschule dankt Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz und wünscht Ihnen für den Ruhestand Gottes Segen, Gesundheit und viele „Sternstunden“! (Sf)