


Wie verschickt man ein Foto oder eine Sprachnachricht per WhatsApp? Welche Möglichkeiten bietet ein Tablet? Und wie funktioniert eigentlich Künstliche Intelligenz? Mit Fragen wie diesen beschäftigten sich Seniorinnen und Senioren des St. Jodok-Stifts in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Schülerinnen der Ursulinen-Realschule. Initiiert wurde das gemeinsame Projekt „zusammen.digital“ durch die Stadt.
Die generationenübergreifenden Treffen fanden mit dem Ziel statt, voneinander zu lernen und Berührungsängste mit neuer Technik abzubauen. Das Projekt „zusammen.digital“, das vom JFF – Institut für Medienpädagogik begleitet wurde, startete mit einer Schulung der Schülerinnen im November 2025. Dabei wurden die Mädchen auf ihre Rolle als digitale Lotsinnen vorbereitet und erhielten Einblicke, wie man technische Themen altersgerecht und geduldig vermittelt.
Im Anschluss fanden an vier Nachmittagen Treffen im St. Jodok-Stift statt. Rund ein Dutzend Schülerinnen machte sich jeweils nach Schulschluss auf den Weg, um den Seniorinnen und Senioren im Umgang mit Smartphone, Tablet und Co. zu helfen. Die Gespräche fanden in kleinen Tischgruppen statt – in persönlicher Atmosphäre und mit viel Zeit für individuelle Fragen. „Ziel war nicht nur das bloße Vermitteln von Fähigkeiten mit digitalen Endgeräten, sondern auch die Generationen miteinander zu verbinden und deren Austausch zu fördern“, erklärt Sozialamtsleiter Christoph Limmer. Bei der ersten Begegnung standen allgemeine Fragen zu digitalen Medien und die Vorstellung der Teilnehmer im Vordergrund. Später brachten die Schülerinnen eigene Geräte mit, um auch Bewohnern ohne eigene Technik praktische Einblicke zu ermöglichen. Gemeinsam wurden beispielswiese über Google Maps digitale Stadtrundgänge unternommen, Rätsel-Apps ausprobiert oder moderne KI-Systeme wie Google Gemini vorgestellt.
Was die Initiatoren und Lotsen besonders freute: Einige Seniorinnen und Senioren kamen zu allen Terminen und reservierten sich frühzeitig die nächste Veranstaltung. „Die Begegnungen waren herzlich, offen und lehrreich – auf beiden Seiten“, so das Fazit aus der Projektgruppe.
Zum Abschluss fand am 26. März eine Zertifikatsübergabe statt, bei der alle Teilnehmer für ihr Engagement geehrt wurden. Damit endet ein spannendes Projekt, das eindrucksvoll zeigt, wie Lernen zwischen Jung und Alt auf Augenhöhe aussehen kann und Generationen verbindet. (Text: Katrin Krinke, Red.: Sf)

