Prävention aus den eigenen Reihen

Im Mehrzweckraum unserer frisch sanierten Schule wurden 19 Schülerinnen der neunten Klassen für ihr besonderes Engagement im Bereich der Suchtprävention ausgezeichnet. Sie erhielten ihre Zertifikate als sogenannte „Peers“ – also Schulmultiplikatorinnen, die ihr Wissen an jüngere Schülerinnen weitergeben.

Die Jugendlichen hatten sich freiwillig und in ihrer Freizeit im Rahmen des Projekts „Peers“ ausbilden lassen. In einer rund 16-stündigen Schulung setzten sie sich intensiv mit verschiedenen Aspekten der Suchtprävention auseinander. Dabei standen nicht nur fachliche Grundlagen im Mittelpunkt, sondern auch die persönliche Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen, Konsumverhalten und Gruppendynamiken. Zudem lernten die Schülerinnen suchpräventive Methoden, Modelle, Übungen und Spiele kennen und beschäftigten sich mit team- und gruppendynamischen Prozessen.

Nach Abschluss der Ausbildung übernehmen die Peers eine wichtige Rolle im schulischen Präventionskonzept: In kleinen Teams gestalten sie im Rahmen der Präventionswoche der Schule eigenständig und selbstorganisiert Workshops für die siebten Klassen. Ziel ist es, jüngere Mitschülerinnen frühzeitig für Themen rund um Gesundheit, Konsum und verantwortungsbewusstes Verhalten zu sensibilisieren.

Durchgeführt wurde die Ausbildung von Dominik Dürrbeck und Veronika Maling vom Landshuter Netzwerk e. V., die den Schülerinnen bei der Zertifikatsübergabe ihren besonderen Dank aussprachen. Verantwortlich für das Projekt an der Ursulinen-Realschule ist Dr. Alexandra Schrempf, die die Umsetzung an der Schule begleitet.

Mit dem Peer-Projekt setzt die Ursulinen-Realschule Landshut bewusst auf Prävention auf Augenhöhe: Wenn Jugendliche mit Jugendlichen sprechen, entstehen oft besonders offene und ehrliche Gespräche – eine wichtige Grundlage, um frühzeitig für einen verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln zu sensibilisieren.